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Internetzugang DSL

DSL (Digital Subscriber Line) unterscheidet sich von einer herkömmlichen Datenverbindung über analoge Telefonanschlüsse (POTS) oder ISDN dadurch, dass für die Datenübertragung ein erheblich umfangreicherer Frequenzbereich genutzt wird, was eine vielfach höhere Geschwindigkeit ermöglicht. Da das normale Telefonkabel (Kupferdoppelader) aber ein denkbar schlechtes Medium für Hochfrequenzsignale darstellt, ist die Reichweite des Signals stark eingeschränkt. Je nach Beschaffenheit (Querschnitt des Kabels) sind maximal ca 5 bis 6 km Reichweite erzielbar. Das Signal wird daher nur vom DSL-Modem des Kunden zum DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer, vorstellbar als Rack mit vielen DSL-Modems) im nächsten HVt (HauptVerteiler, das waren früher Ortsvermittlungsstellen) transportiert. Von dort werden die Daten auf Glasfasern weiter zum eigentlichen Access Konzentrator den Anbieters transportiert.

Es gibt verschiedene Arten von DSL. Beim SDSL (Symmetrical Digital Subscriber Line) sind die Geschwindigkeiten in beide Richtungen (Upstream und Downstream, also vom Teilnehmer und zum Teilnehmer) gleich schnell. SDSL wird als reines Geschäftskundenprodukt vermarktet. Im Privatkundenbereich wird ausschliesslich ADSL (Asymetric Digital Subscriber Line) verwendet, heutzutage oft in der schnellen ADSL2+ Variante. Daneben baut die Telekom gerade VDSL (Very high Speed Digital Subscriber Line) in ca 30 deutschen Städten aus. Dieses VDSL-Netz basiert auf dem Standard VDSL2 und gilt als weltweit größte VDSL2-Installation.

Die technischen Details von ADSL und ADSL2+ werden auf der Seite ADSL im Detail näher erläutert. Im Privatkundenbereich werden ADSL (oder ADSl2+) sowie das normale Telefonsignal gemeinsam auf einer Leitung in Haus übertragen. Um diese Signale zu trennen, ist ein Splitter erforderlich.

Telefon_Splitter

Ein Splitter funktioniert wie eine Frequenzweiche einer Lautsprecherbox. Er teilt in hohe und tiefe Töne auf. Die tiefen Töne sind das analoge Telefoniesignal oder das ISDN-Signal, die hohen Töne unser DSL.

Links ist ein Splitter aktueller Bauart abgebildet. Er ist kaum grösser als eine TAE-Dose. Seine TAE- Buchsen auf der Oberseite ersetzen die Buchsen der 1. TAE-Dose. Beim Analoganschluss werden hier die analogen Endgerät angeschlossen, beim ISDN- Anschluss der NTBA.

Auf der Unterseite sind die beiden Buchsen AMT und DSL. Die Buchse AMT wird mit der 1. TAE-Dose verbunden, in die Buchse DSL kommt das graue DSL- Kabel. Es gibt einen Farbkodex der ITU-T, an den sich in Deutschland aber z.B. die Telekom nicht hält. Zahlreiche Wettbewerber wie Arcor oder Versatel nutzen diese Farben und auch Anschluss-Frei! nutzt diese Farben. Lediglich einige Telefonkabel sind in den Grafiken rot statt schwarz dargestellt, um eine Trennung der Kabel vor dem Splitter (schwarz) und nach dem Splitter (rot) zu zeigen.

So wird bei DSL verkabelt

ANALOG_DSL_Telefon

Mit DSL am analogen Anschluss ändert sich das Prinzip der Verkabelung nur gering. Alle Geräte werden nun am entsprechenden Steckfeld des Splitters angeschlossen. In der TAE-Dose ist nur das Anschlusskabel des Splitters angeschlossen - der überbreite F-Stecker des Kabels soll die Nutzung der nebenstehenden N-Buchsen verhindern.

Anrufbeantworter und und Telefon werden wie gewohnt angeschlossen, der Splitter übernimmt hier die Funktion der TAE-Dose. Für das DSL-Modem hat der Splitter eine extra Buchse, in die das meist graue DSL-Kabel gesteckt wird. Der PC wird im Regelfall mit einem Ethernetkabel (LAN) am Modem angeschlossen.

Auch bei DSL am ISDN Anschluss gilt die einfache Regel, dass der Splitter einfach nur zwischen TAE-Dose und den restlichen Geräten geschaltet wird.
Dennoch kommt es immer wieder zu Missverständnissen bei den Kunden, weshalb Arcor und Versatel den NT-Split einsetzen, eine Kombination aus Splitter und NTBA.

Rechts die klassische Variante mit Splitter und NTBA. Der Splitter wird mit der TAE-Dose verbunden, der NTBA wird nun mit dem Splitter verbunden. Am NTBA können dann wie gewohnt ISDN-Endgeräte angeschlossen werden, in Beispiel links ist das ein ISDN-Telefon.
Der Splitter hat eine weitere Buchse für das DSL-Modem. In die DSL-Buchse kommt das graue DSL-Kabel, das beim DSL Modem ebenfalls in die DSL-Buchse kommt. Der PC wird üblicherweise mit einem LAN-Kabel (Ehternet) verbunden.

ISDN_DSL_NTBA
ISDN_DSL_Starterbox

ISDN und DSL mit Sphairon NT1+
Viele Neukunden der Telefongesellschaften möchten trotz ISDN gerne vorhandene analoge Telefone, Anrufbeantworter oder Faxgeräte weiter nutzen. Neben Splitter und NTBA wird in einem solchen Fall ein a/b- Wandler oder eine Telefonanlage benötigt. Das sind dann gleich drei neue Geräte für den Kunden. Der deutsche Ausrüster Sphairon hat ein Kombigerät NT1+ im Programm, dass neben Splitter und NTBA auch einen Wandler enthält. Arcor nennt das Gerät Starterbox, bei Versatel heißt es Versatelbox - die beiden Geräte sind aber bis auf das Firmenlogo identisch.
Am NT1+ können sowohl analoge als auch ISDN-Geräte betrieben werden. Das DSL-Modem wird wie gewohnt mit der DSL-Buchse verbunden. Der NT1+ benötigt zum Betrieb immer 230 Volt.

So wird DSL konfiguriert

Die weitere Konfiguration ist davon abhängig, ob ein Modem oder ein Router eingesetzt wird.

Beim DSL-Modem baut der PC eine Verbindung ins Internet auf. Dies geschieht mit Hilfe des DFÜ-Netzwerkes von Windows. Wer Windows XP oder Vista verwendet, braucht lediglich eine Breitbandverbindung einrichten. Benutzer ältere Betriebssystem installieren vorher noch einen PPPoE Treiber und installieren dann eine DFÜ-Verbindung mit Treiber oder nutzen die Software Ihres Providers.

Beim Einsatz eines DSL-Routers baut der Router die Verbindung ins Internet auf. Windows selbst muss meistens nicht konfiguriert werden, eine Anleitung zur Kontrolle der Einstellungen ist unter TCP/IP zu finden. Die Zugangsdaten werden im Router direkt einetragen. Zum Thema Router gibt es eine eigene Seite mit einer Beispielkonfiguration eines Speedtouch 585iv6 von Thomson.

 

Weitere Links DSL

  • FAQ DSL: Häufige Fragen/Probleme bei DSL
  • ADSL im Detail: Wie funktioniert DSL eigentlich. Für Laien verständlicher Überblick über die Funktionsweise von ADSL und ADSL2+
  • Meine Leitung: Wie man die eigene DSL Leitung beurteilen kann.
  • Pimp my DSL: Wie man aus seiner Leitung mehr rausholen kann.

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