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Internetzugang Kabel-TV

Moderne Kabelnetze übertragen digitale Signale für Digital TV und sind ausserdem Rückkanal fähig. Das macht sie auch zur Übertragung von Internet-Daten interessant.

Die deutschen Fernseh-Kabelnetze waren aber ursprünglich nur für Fernsehverteilung ausgebaut. Die meisten können die Signale nicht bidirektional übertragen, womit die Signalübertragung vom Benutzer zur Kopfstelle, von der aus die Fernsehkanäle ins Kabel eingespeist werden, nicht ohne Modernisierung möglich ist. Daher kam der Internetzugang per TV-Kabel in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern schleppend in Fahrt. Inzwischen rüsten aber die Kabelbetreiber auf und bieten sogenannte Triple Play Angebote an. Neben TV wird Internet und Telefonie (über Internet) angeboten.

Zur Nutzung ist ein Kabelmodem erforderlich. Im Gegensatz zu Verfahren wie DSL gibt es beim TV-Kabel die Besonderheit, dass auf dem Kabel selbst die Daten für viele Teilnehmer gesendet werden. Dies liegt an der Topologie der TV-Netze, die baumartig ist. Bis zur letzten Verteilstation werden die Internetdaten auf Glasfasern transportiert und in der Verteilstation in den Baumzweig des Teilnehmers eingespeist. Damit nun andere Teilnehmer im Zweig diese Daten nicht lesen können, werden die Daten verschlüsselt. In den meisten Kabelnetzen wird aktuell nach dem Euro-DOCSIS 2.0 Standard gearbeitet.

Zukünftig werden die Netze auf DOCSIS 3 aufgerüstet. Dieser neue Standard ermöglicht Geschwindigkeiten von mehr als 100MBit/s. Kabel Deutschland hat im vergangenen Winter erfolgreich einen Feldtest abgeschlossen, wo man Kunden mit 130MBit/s versorgt hat. DOCSIS 3 ist ausserdem weniger anfällig für Überlastungen auf einzelnen Trägerfrequenzen.

Das Kabelmodem wird immer vom Kabelnetzbetreiber gestellt. Anhand der Seriennummer wird das Gerät erkannt und freigeschaltet. Das Kabelmodem muss daher nicht konfiguriert werden. Es wird am PC wie ein Router angeschlossen und genutzt. Details zur Vorbereitung des Routereinsatzes am PC können unter TCP/IP nachgelesen werden.

Da bei Inbetriebnahme des Internet über Kabel-TV meistens auch Pegelanpasungen oder gar Umbauten an den Hausverteilern erforderlich sind, wird die Inbetriebnahme im Regelfall durch einen Techniker des Netzbetreibers durchgeführt. Störungen können dann auftreten, wenn diese Pegelanpassungen nicht mehr stimmen. Selbsthilfe ist hier nur selten möglich.

Die Verkabelung der Endgeräte bei einem Tripleplay Angebot ist nicht besonders kompliziert. Der Fernseher oder DVB-C Receiver wird wie gewohnt angeschlossen, das Kabelmodem kommt an eine extra Dose oder Verteiler. Ein oder mehrere PCs können direkt per LAN-Kabel angeschlossen werden, manchmal ist auch ein Anschluss über USB möglich.

Bei praktisch allen Geräten können zwei analoge Telefone angeschlossen werden, der Anschluss von ISDN-Geräten ist nicht bei allen Providern möglich. Wer bereits umfangreiches ISDN-Equipment wie z.B. eine TK-Anlage betreibt, sollte die Möglichkeit der Weiternutzung bei einem Wechsel vorher mit dem Kabelnetzanbieter klären.

Eine Kabelmodem haben bereits einen Router integriert, so dass mehrere PCs daran betrieben werden können. Die meisten Geräte haben jedoch keinen Router, es wird in diesem Fall ein Router benötigt, der kein DSL-Modem besitzt und der auch arbeitet, wenn er selbst keine PPPoE Session aufbaut.

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Der Anschluss der Telefone und des Computers unterscheidet sich kaum vom klassischen Telefonanbieter. Ob vorhandene ISDN Geräte weitergenutzt werden können, sollte auf jedem Fall vor Vertragsabschluss mit dem Anbieter geklärt werden!

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