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Portforwarding am Router

Ein Router dient dazu, mehreren Teilnehmern die Nutzung des Internet zu ermöglichen. Das bringt eine Besonderheit mit. Während der Router bei Antworten aus dem Netz (z.B. von einem Webserver) weiss, welchem Teilnehmer er diese Pakete zurouten muss, weiss er das bei nicht ausdrücklich angeforderten Paketen nicht. Damit bestimmte Programme wie z.B. Spiele oder P2P-Programme dennoch funktionieren, braucht der Router etwas Nachhilfe

Dem Router wird mitgeteilt, was er mit Paketen, die auf einen bestimmten Port adressiert sind, machen soll. Das nennt man Portforwarding. Jede Portnummer kann dabei nur einem Teilnehmer zugeroutet werden. Wird ein Spiel z.B. von zwei Teilnehmern im Netz gespielt, sind hier unterschiedliche Portnummern erforderlich.

In unserem Beispiel soll ein Portforwarding für das beliebte Programm µTorrent eingerichtet werden.

Als erstes wird bei µTorrent geschaut, welcher Port genutzt wird. Bei der Installation sucht das Programm einen zufälligen Port innerhalb eines Bereiches aus. Es ist darauf zu achten, dass das Programm nicht bei jedem Neustart einen anderen Port auswählt.

Der globale Upload des Programmes sollte übrigens auf ca 80% der maximalen Uploadbandbreite des Anschlusses festgelegt werden.

Router_Portf_00

Die Beispielkonfiguration wird wieder am Speedtouch 585iv6 von Thomson vorgenommen. Das Portforwarding wird dort als “gemeinsame Nutzung von Spielen und Anwendungen” bezeichnet. Bei Routern anderer Hersteller ist die Vorgehensweise sehr ähnlich.

Router_Portf_01
Router_Portf_02

Nach dem Klick auf “Neues Spiel oder Anwendung erstellen” wird zunächst der Name eingetragen. Weiter wird die “Manuelle Zuordnung” ausgewählt.

Einige Spiele sind bei diesem Router wie auch bei vielen anderen Geräten vorkonfiguriert, so dass man diese als Vorlage zum “Klonen” nehmen kann.

Router_Portf_03

In dieser Eingabemaske werden nun die Portsfreigaben eingetragen. Jede Freigabe kann für das Protokoll TCP oder UDP oder beide Protokolle erfolgen. Je nach Hersteller heisst die Variante für beide Protokolle einfach TCP+UDP, Any oder Both. Als Anschlussbereich wird nun der lokal, von dem Programm genutzte Portbereich eingeben. Ist dies nur ein Port, so wird dieser Port als Beginn und Ende des Bereiches eingetragen. Denkbar wäre aber auch eine Angabe der Port 31500 bis 31502, falls eine Anwendung diese drei Ports benötigt.

Unter Übersetzen in werden die nach aussen hin zu nutzenden Portnummern eingetragen. Auch bei Bereichen wird hier nur die erste Nummer des Bereiches eingetragen. Im Regelfall verwendet man intern die gleichen Portnummern wie extern, das muss aber nicht so sein.

Auslöser: Eine Portfreigabe kann dauerhaft oder nach Auslösung erfolgen. Eine Auslösung ist immer dann sinnvoll, wenn man eine Anwendung selten nutzt und diese viele Ports nutzt. Dann kann man einen bestimmten Port als Auslöser eintragen. Erst wenn auf diesem Port Anfragen beim Router ankommen, schaltet dieser das Portforwarding aktiv.

Router_Portf_04

Nach Eingabe der Ports können je nach Anwendung weitere Portbereiche eingetragen werden (einige Spiele nutzen viele Ports) oder man weist einem Rechner nun diese Anwendung zu.

Router_Portf_05

Die Zuweisung der Anwendung an einen Rechner ist denkbar einfach. Man wählt als erstes die neu erstellte Anwendung aus der Liste aus. Dann wird das Gerät ausgesucht. Die meisten Router weisen den angeschlossenen Rechnern gleich den Namen zu, den der Rechner als Windowsnetzwerkname hat. In unserem Beispiel heisst der Rechner notebook.

Am Ende kann man bei µTorrent der Erfolg des Forwardings kontrolliert werden. Ca 10 Minuten nach Eintrag muss im Status ein grünes Häkchen, wie auf dem Bild rechts zu sehen ist, erscheinen.

Router_Portf_06

Weiterführende Links im Internet zum Thema Portforwading:
Die Webseite www.portforward.com/guides.htm bietet für sehr viele Anwendungen und viele Router entsprechende Anleitungen. Leider ist diese Seite englisch. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Router mit eingebautem Modem in Deutschland oder Europa anderen Bezeichnungen als z.B. den USA oder Asien haben, weil sich die eingebauten Modems voneinander unterscheiden.

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