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FAQ Analoganschluss

Die Fehler- und Störungssuche am analogen Anschluss ist recht überschaubar und einfach. Die häufigsten Fehlerquellen sind defekte oder unpassend belegte Kabel sowie oxidierte Kontakte. Mit ein wenig Werkzeug und Anschluss-Frei! lässt sich vieles selbst beheben.

  1. Ich kann nicht mehr telefonieren
  2. Mein Telefon rauscht und macht komische knirschende Geräusche
  3. Wenn ich mein Modem anschliesse, kann ich nicht mehr telefonieren
  4. Mit dem neuen Telefonkabel funktioniert mein Telefon nicht mehr

1. Ich kann nicht mehr telefonieren

Um den Fehler schneller einkreisen zu können, sollte von der TAE-Dose alles bis auf das Telefon abgezogen werden.

Wenn nur noch das Telefon in der mittleren Buchse der TAE- Dose steckt, bitte erneut probieren. Funktioniert dieses nun, kann durch Zustecken der anderen Geräte herausgefunden werden, welches Gerät den Fehler verursacht.

Funktioniert das Telefon noch immer nicht, bietet sich das Ausprobieren des Telefons an einem anderen, bekannt funktionierenden Anschluss an. Bitte den Test mit dem gleichen Telefonkabel machen.

ANALOG_Telefon_einfach

Funktioniert das Telefon am Testanschluss einwandfrei, so liegt offenbar am Anschluss selbst ein Fehler vor. Wer ein elektrisches Multimeter (am besten ein analoges) besitzt, kann zur Kontrolle eine Messung an den Klemmen 1 und 2 der TAE-Dose vornehmen. Dazu wird die Abdeckung vorsichtig abgeschraubt. Zwischen den Klemmen 1 und 2 (La und Lb) liegt eine Spannung zwischen 48 und 60 Volt an. Ein Fehlen der Spannung oder eine deutlich geringere Spannung sind ein sicheres Indiz für einen Schaden. Hinweis: Die erste TAE-Dose im Haus ist tabu! An dieser Dose dürfen keine Arbeiten selbst durchgeführt werden! Die Störung ist dem Anschlussbetreiber zu melden, der dann für die fachgerechte Entstörung sorgt.

2. Mein Telefon rauscht und macht komische knirschende Geräusche

Störgeräusche sind bei analogen Anschlüssen keine Seltenheit. Dies kann mehrere Ursachen haben.

  • Bei preiswerten Schnurlostelefonen mit digitaler Übertragung (DECT) ist oft ein Grundrauschen vorhanden. Dieses verstärkt sich oft, wenn diese Telefone in der Nähe elektrischer Geräte stehen. Aus der Praxis bekannte elektrische Geräte, die stören können, sind z.B. Kühlschränke, Mikrowellenherde, Fernseher und generell Schaltnetzteile. Diese kommen in Computern, aber auch in Niedervolt-Halogenlampen zum Einsatz. Störendes Brummen lässt sich häufig durch Umstellen des Schnurlostelefons beseitigen oder mildern. Das Netzteil des Telefons sollte nicht mit dem vermuteten Störenfried in einer Steckdose angeschlossen werden.
  • Knirsch- oder Zirpgeräusche haben ihre Ursache häufig in oxidierten Kontakten. Auch hier kann oft selbst für Abhilfe gesorgt werden. Die Zungenkontakte der TAE-Dosen und -Stecker sind leider nicht vergoldet. Gereinigt werden können sie mit Isopropyl-Alkohol oder mit speziellen Kontakt-Reinigern wie z.B. Kontakt 60 und Kontakt WL von Kontakt Chemie (im Elektronikfachhandel). Die Stecker kann man gut mit einem Wattestäbchen reinigen, bei der Dose hilft ein Trick. Man umwickelt einen Zahnstocher mit etwas Küchenpapier und geht damit vorsichtig zwischen die Kontaktfedern der Buchse. Das Küchenpapier kann vorher getränkt werden. Bei Einsatz der Kombination von Kontakt 60 und Kontakt WL kann der TAE-Stecker in die vorher mit Kontakt WL eingesprühte Buchse gesteckt werden. Bei Einsatz anderer Kontaktmittel bitte die Anleitung des Herstellers lesen, da für dieses Verfahren nicht alle am Markt erhältlichen Produkte geeignet sind!
  • Oxidierte Kontakte in einem der Verteiler. Wenn die beiden oben beschrieben Ursachen und deren Behebung keine signifikanten Verbesserungen brachten, bleiben noch oxidierte oder korrodierte Kontakte in der Leitung selbst als Ursache. Die Störung ist dann dem Anschlussbetreiber zu melden, der für fachgerechte Entstörung sorgt.

3. Wenn ich mein Modem anschliesse, kann ich nicht mehr telefonieren

Die Ursache hierfür ist im Regelfall ein zum Modem nicht passendes Kabel. Es sollte immer das mitgelieferte Kabel verwendet werden. Wenn dieses zu kurz ist, sollte eine Verlängerung gekauft werden.

Bei älteren Modems (in der Regel mit ZZF/BZT/BAPT-Zulassungsnummer) wurde die Anschlussleitung im inaktiven Zustand mittels eines Relais überbrückt. Man konnte bei der Einwahl eines solchen Gerätes das Anziehen dieses Relais (Unterbrechen der Anschlussleitung) hören. Diese Modems benötigen ein N-Kabel, dass die Signale La, Lb, a2 und b2 an das Gerät heranführt. Das Kabel führt also die Signale La und Lb zurück an die Dose.

Bei neueren Modems nach europäischer Zulassungsnorm CTR21 (darunter sämtliche in Notebooks eingebauten) wird dieses Relais eingespart und sie werden nur zweipolig angeschlossen. Man erkennt diese Geräte am CE-Zeichen auf der Geräteunterseite. Damit ein solches Modem als N-Gerät das dahinterliegende Telefon nicht abschaltet, ist ein spezielles gebrücktes Modemkabel erforderlich, bei dem die Kontakte La und a2 sowie Lb und b2 durch zwei Drahtbrücken im TAE-N-Stecker überbrückt sind.

Wird nun ein Kabel für die älteren Modems mit einem Modem der neueren Zulassungsnorm verwendet, findet keine Rückführung der Signale La und Lb an nachfolgende Geräte statt. Die Folge: Bei eingestecktem Modem ist das Telefon tot. Abhilfe schafft hier ein neues, passendes Kabel.

4. Mit dem neuen Telefonkabel funktioniert mein Telefon nicht mehr

Während die Belegung der Kontakte am TAE-Stecker genormt wurde, ist bei der Belegung des RJ11-Steckers am anderen Ende des Kabels der Phantasie des Herstellers keine Grenze gesetzt. In der Praxis findet man zwei Belegungsvarianten in Deutschland. Unterschieden wird hier zwischen der internationalen Belegung und einer Siemens/Telekom-Variante. Die unterschiedliche Belegung des RJ11-Steckers wird im TAE-Spezial näher erklärt. Es wird immer empfohlen, das original TAE-Kabel des Gerätes zu nutzen. Ist dieses zu kurz, sollte eine TAE-Verlängerung anstelle eine neuen, längeren Kabels verwendet werden.

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